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Es hat gebrannt

Es hat gebrannt

Es hat in Ihrer Wohnung/ Ihrem Haus gebrannt. Was ist zu tun?

Merkblatt zur Schadensverhütung

Bei einem Brand entstehen grundsätzlich Verbrennungsprodukte und somit Schadstoffe. Viele dieser Stoffe können durch eine ausreichende Durchlüftung der Wohnung/des Hauses entfernt werden.

Einige dieser Schadstoffe können sich aber auch an Russpartikel binden und sich auf Einrichtungsgegenständen, Nahrungsmitteln und Kleidung/Stoffen ablagern.

Eine Gesundheitsgefährdung kann erst auftreten, wenn diese Schadstoffe mit dem menschlichen Körper in Kontakt kommen. Das kann über die Haut, über die Atemwege oder bei der Nahrungsaufnahme erfolgen.

In abgekühlten Brandstellen sind Schadstoffe und Russpartikel in der Raumluft nicht mehr freischwebend. Die Erfahrungen aus Brandereignissen haben gezeigt, dass brandbedingte Schadstoffe nur dort nachweisbar waren, wo auch deutlich sichtbare Brandverschmutzungen vorlagen.

War Ihre Wohnung vom Feuer, Ruß oderstarker Verrauchung betroffen, sollten Sie unbedingt die nachfolgenden Empfehlungen beachten.

Unsere Hinweise und Empfehlungen:

  1. Bleiben Sie mit Ihrer Familie zusammen und lassen Sie Ihre Kinder nicht in die Brandstelle laufen.
  2. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie oder ein Familienmitglied nach dem Brand ein Unwohlsein verspüren.
  3. Die vom Brand betroffenen Räume sollten Sie erst betreten, wenn sie gut durchlüftet und erkaltet sind.
  4. Halten Sie im Zweifelsfall Rücksprache mit dem Einsatzleiter der Feuerwehr.
  5. Halten Sie sich in der Wohnung nur so lang auf, wie es unbedingt erforderlich ist.
  6. Vermeiden Sie eine Verschleppung von Ruß, Asche oder Brandrückständen in saubere Bereiche.
  7. Ist Ihre Wohnung stark durch Rauch, Ruß oder Brandeinwirkung beeinträchtigt oder fühlen Sie sich in Ihrer Wohnung unsicher, sollten Sie sich für die Übergangszeit eine Unterkunft bei Verwandten oder Freunden suchen.
Ein Blick durch das geöffnete Fenster nach einem Zimmerbrand in der Buschhüttener Mühlbergsiedlung im Jahr 2002

Hinweise zur Sanierung nach Bränden in Wohnbereichen:

Das Aufräumen der vom Brand betroffenen Räume, das Beseitigen und Entsorgen von Brandschutt ist nicht mehr Aufgabe der Feuerwehr. Diese Arbeiten werden von Fachfirmen durchgeführt. Sie finden diese Firmen im Branchentelefonbuch unter dem Stichwort "Brandschadensanierung". Unter Einhaltung bestimmter Sicherheitsmaßnahmen können diese Arbeiten im Wohnbereich jedoch auch von Ihnen selbst vorgenommen werden. Bitte klären Sie vorab, ob die Brandstelle von der Polizei freigegeben wurde und der Versicherer zugestimmt hat.

Während der Sanierungsarbeiten sollten Sie zu Ihrem Schutz folgende Schutzkleidung tragen:
  • Schutzanzug mit Kapuze aus verstärktem Papierflies oder Kunststoff
  • Atemschutz, insbesondere bei staubenden Arbeiten, bestehend aus einer textilen Halbmaske
  • Schutzhandschuhe aus Leder oder für Nassarbeiten, Gummihandschuhe.
Diese Gegenstände sind im Fachhandel/Baumarkt erhältlich.


Schadstoffverschleppung vermeiden

Damit eine Verschleppung von Ruß und Schadstoffen aus den verschmutzten Bereichen in saubere Bereiche nicht erfolgt, sollten die Türen zu den nicht betroffenen Räumen nach Möglichkeit geschlossen werden. Tür- und Lüftungsschlitze sind abzudichten, um Zugluft in andere Räume zu unterbinden.
Gehwege in Wohnbereiche, insbesondere aber die Übergangsbereiche von verschmutzten Räumen, sind mit feuchten Tüchern auszulegen. Gegenstände, die aus dem verschmutzten Bereich in den sauberen Bereich gebracht werden, sind zuvor zu säubern.
Wenn Sie in dem verschmutzten Bereich arbeiten, vermeiden Sie eine Aufnahme von Nahrungs- und Genussmitteln. Vor der Nahrungs- und Genussmittelaufnahme sollten Sie unbedingt duschen und die Kleidung wechseln.

Reinigung verschmutzter Kleidung und sonstiger Gegenstände:

Diese junge Hausbewohnerin konnte bei einem Zimmerbrand in Buschhütten noch gerade ihr Kaninchen retten. Das weiße Fell bedurfte durch den Brandrauch einer Extra-Wäsche Alle erkennbar mit Ruß oder sonstigen Brandrückständen verschmutzten Gegenstände sind vor erneutem Gebrauch gründlich zu säubern. Zur Entfernung lockerer Ruß- und Staubbeläge müssen gekapselte Industriestaubsauger verwendet werden. Diese Sauger können Sie bei Werkzeugvermietungsfirmen erhalten.

Abwaschbare Gegenstände, die mit Ruß oder Asche beaufschlagt sind, waschen Sie am besten mit einer warmen Spülmittellösung ab.
Kleidungsstücke, die mit Brandrückständen in Kontakt gekommen oder verschmutzt sind, müssen vor dem erneuten Gebrauch separat gewaschen bzw. gereinigt werden.

Hinweise:

Bei der Brandschuttentsorgung sind die geltenden Vorschriften zu beachten. Die Kontaktaufnahme mit einer Entsorgungsfirma empfiehlt sich. Bei den Aufräumungsarbeiten ist auf eine getrente Erfassung der Brandrückstände wie normaler Brandschutt (Möbel, Textilien usw.), Bauabfälle, angekohlte oder verbrannte Kunststoffprodukte und Rückstände aus den Sanierungsmaßnahmen zu achten. Verkohlte oder angebrannte Kunststoffprodukte sowie die verschmutzte Schutzkleidung sind in staubdichte, verschließbare Behältnisse oder Säcke zu verpacken.

Hinweis:

Unsere Empfehlungen sind mit größter Sorgfalt unter Berücksichtigung der aktuellen Kenntnisse und Erfahrungen erstellt worden.
Trotzdem machen wir Sie darauf aufmerksam dass die Feuerwehr Kreuztal bei auftretenden Gesundheitsschäden sowie Sachschäden, die im Zusammenhang mit diesen Hinweisen und Ratschlägen entstanden sind, keinerlei Gewähr übernimmt.

Wenn Sie weitere Fragen haben, wenden Sie sich an uns. Wir helfen Ihnen gerne weiter.

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