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Schwerer Betriebsunfall TKS Ferndorf
02.10.2025
Als Alarm für technische Hilfeleistung mit eingeklemmter Person wurde den Einheiten Kreuztal und Ferndorf am Donnerstagnachmittag ein schwerer Betriebsunfall auf dem Gelände von ThyssenKrupp Steel in Ferndorf gemeldet (TH 2). Vor Ort fanden die Kräfte den Lkw einer Gerüstbaufirma vor, dessen Fahrerkabine gegen die Außenwand des Fabrikgebäudes gedrückt worden war. Vorausgegangen war eine Kollision des Lkw mit dem Waggon eines Güterzuges, der auf dem Firmengelände rangierte. Der Fahrer des Lkw war in der Fahrerkabine des Unfallwagens eingeschlossen und konnte sich nicht selbstständig befreien. Die Feuerwehr ging mit technischem Gerät vor, um zunächst eine Zugangsöffnung und im weiteren Verlauf eine Befreiungsöffnung für den Mann zu schaffen, der augenscheinlich keine größeren Verletzungen davongetragen hatte. Er konnte nach rund einer halben Stunde die Kabine mit Hilfe von Einsatzkräften, aber im Prinzip mit eigener Muskelkraft verlassen.
Für Aufregung gesorgt hatte auch die anfängliche Meldung, dass im Zuge der Kollision eine Wasserstoff-Leitung beschädigt worden war. Bei Eintreffen der Feuerwehr hatten Werksmitarbeiter selbige jedoch schon abschiebern können, so dass die bereitstehenden Kräfte unter Atemschutz nicht mehr als solche zum Einsatz kamen. Als herausfordernd stellte sich an der Einsatzstelle zudem die Tatsache dar, dass die zehn Wagons des Güterzugs einen direkten Zugang zur Unfallstelle unmöglich machten: Die Feuerwehr nahm mit Equipment einen Umweg durch eine Werkshalle, im weiteren Verlauf war auch ein gefahrloses Durchreichen von Einsatzmaterial zwischen zwei Wagons gewährleistet. Das Foto stellte Kai Osthoff zur Verfügung. bjö