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Während die eine junge Frau aus einem Fenster im Obergeschoss um Hilfe ruft, steht eine Schaulustige unten und hält mit ihrer Handykamera auf das qualmende Haus. Währenddessen dringt gellendes Flehen aus Produktionshalle von Werk 1: Eine Arbeiterin ist in eine Grube gestürzt und kann sich nicht allein aus der Tiefe befreien.

Noch schlimmer nebenan das Horrorszenario, bei dem ein riesiges Werkstück aus Metall einem Arbeiter die Beine eingeklemmt hat. 

Unfalldarsteller taten am Samstagvormittag alles, um den Einsatzkräften der Stadtfeuerwehr Kreuztal die Arbeit so realistisch wie möglich zu machen: Die diesjährige Herbstübung aller neun Einheiten führte die Frauen und Männer an die Grenzen der Belastbarkeit, gewolltermaßen und mit bester Absicht: Geschulte Beobachter verfolgten die verschiedenen Einsatzsituationen, um daraus Lehren für den realen Einsatz zu ziehen.

Das Miteinander mit den Kräften des Deutschen Roten Kreuzes gehörte dabei genau so zu den Herausforderungen wie das geschickte taktische Vorgehen in kniffligen Lagen. Im Geburtshaus des einstigen Firmengründers Heinrich Georg wurde es besonders hektisch, als am Ende einer simulierten Brandbekämpfung ein Atemschutzgeräteträger kollabierte: Hier eilte eine Rettungsstaffel, ebenfalls unter Atemschutz arbeitend, zu dem vermeintlich verunglückten Kameraden, um ihn schnellstmöglich aus dem Gefahrenbereich kompetenter Hilfe zuzuführen. 60 Feuerwehrleute und über ein Dutzend DRK-Helfer gaben ihre Bestes und durften sich einer konstruktiven Manöverkritik im Anschluss sicher sein. bjö


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