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Kurzbeschreibung: 14.41 Alarmierung zu "Wald 1" für Kredenbach und Ferndorf, 14.48 Uhr Erhöhung auf Feuer 4, zusätzlich im Einsatz: Einheit Hilchenbach-Dahlbruch, Netphen-Unglinghausen, Kreuztal Buschhütten, Alarmierung zum Grundschutz mit Gerätehaus-Besetzung für die Einheiten Eichen und Fellinghausen.

Ausführlich: „Alles Totalschaden – Schuppen, Maschinen, alles.“ Der Oelgershäuser Landwirt Wolfgang Hofmann erfuhr am Montagnachmittag über die Frau eines Feuerwehrmannes, dass es unterhalb der Straßenverlängerung „An der Bahn“ in Kredenbach qualme – genau dort, wo er seine landwirtschaftlichen Maschinen in der Wintersaison einquartiert. Seine Befürchtungen wurden wahr, als er wenig später vor Ort eintraf: Die rund 50 Quadratmeter große Scheune am Wald- und Fußweg als Verlängerung der Straße „Kellershain“ stand komplett in Flammen. Beide Heuballenpressen, eine davon gerade ein Jahr alt, sind schrottreif. Glück im Unglück für den Landwirt, dass er ein paar Tage zuvor den ebenfalls hier untergebrachten Miststreuer abgeholt hatte, um ihn zu reinigen. Denn sowohl die gelagerten Gerätschaften als auch die Scheune selbst standen am Montagnachmittag so stark in Flammen, dass ein Totalverlust offensichtlich ist. „Ich vermute mal Brandstiftung“, sagt Wolfgang Hofmann: Im Hinblick darauf, dass die Scheune komplett stromlos ist und die Gerätschaften Monate lang ungenutzt gestanden haben, kann er sich keinen anderen Reim auf den Brand der Scheune seiner Schwiegereltern machen. Wilfried Hahn, sein Schwiegervater, hatte sie früher ebenfalls für landwirtschaftliche Zwecke genutzt, war damals mit seinem Kaltblüter im Wald unterwegs.

Mit einem Traktor samt Frontlader assistierte Wolfgang Hofmann während der Löscharbeiten bei den Nachlöscharbeiten: Er half beim Einreißen von Teilen der Holzkonstruktion, die mit Wellblech verkleidet war. Das lose Heu, das noch im Schuppen gelagert war, bescherten der Feuerwehr sechs Stunden Arbeit: Gegen 14.45 Uhr waren Einsatzkräfte aus Ferndorf und Kredenbach in Richtung Fuß- und Radweg „An der Bahn“ in der Annahme eines Waldbrands ausgerückt. Kreuztals Feuerwehrchef Jan Kleine, der rasch von zu Hause vor Ort war, ließ beim Anblick des brennenden Gebäudes das Alarmstichwort erhöhen: Rund 40 Einsatzkräfte aus Dahlbruch, Kredenbach, Ferndorf, Kreuztal, Buschhütten und Unglinghausen waren im Einsatz. Außerdem versetzte der Feuerwehrchef die Einheiten Fellinghausen und Eichen in Alarmbereitschaft in den Gerätehäusern.

„Die Herausforderungen des Einsatzes waren zum einen die enge Zuwegung und die hohen Fichten neben der Scheune, auf die das Feuer in der ersten Phase überzugreifen drohte. Direkt hinter der Scheune befand sich ein Steilhang in Richtung Ferndorfbach“, erklärte Jan Kleine. Um das Gewässer vor verunreinigtem Löschwasser zu schützen, installierte die Feuerwehr eine Ölsperre. Bis in die Dunkelheit blieben Feuerwehrleute unter Atemschutz damit beschäftigt, in Scheune und Heu letzte Glutnester aufzustöbern. Erst um 20.25 Uhr vermeldete die Wehr „Feuer aus“. Nun ist es an der Kriminalpolizei, der definitiven Brandursache auf die Spur zu kommen. Die Polizei schätzte den Schaden vor Ort auf 70.000 Euro. bjö


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