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Dachstuhlbrand Blashütte Osthelden
30.09.2020

Ein ausgedehnter Dachstuhlbrand in der Ostheldener Ortsmitte beschäftigte die Stadtfeuerwehr Kreuztal in der Nacht zu Donnerstag (Feuer 4). Verletzt wurde niemand, die Brandbekämpfung dauerte über fünf Stunden. 

Um 21.49 Uhr erfolgte die Alarmierung für die Löschgruppen Osthelden und Fellinghausen sowie den Löschzug Kreuztal in die "Blashütte" in Osthelden: Drei junge Passanten, die mit dem Auto in Richtung Osthelden unterwegs waren, hatten von der Hauptstraße den Feuerschein an einem der ältesten Ostheldener Wohnhäuser in der Ortsmitte entdeckt (traditionell "Bäckersch Huss") und Alarm geschlagen, die Nachbarn alarmiert und sogar zwei Türen des Hauses eingetreten, um möglichen Bewohnern bei der Flucht zu helfen. Die Flammen hatten sich bereits auf die gesamte Länge des Hauses samt Anbau im Dachgeschoss ausgebreitet. Da anfangs die Vermutung bestand, von den acht dort gemeldeten Personen könne sich noch jemand im Objekt aufhalten, eilten drei Rettungswagen, ein Notarzteinsatzfahrzeug, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie der Stadtfeuerwehrarzt ebenfalls zur Einsatzstelle, die nur wenige Meter vom Feuerwehrgerätehaus Osthelden gelegen ist. Doch es stellte sich heraus, dass niemand mehr im Haus anzutreffen war. Die Feuerwehr ging mit drei C-Rohren, einem D-Rohr und einem Wenderohr der Kreuztaler Drehleiter gegen die Flammen vor. Auf einen Innenangriff verzichteten die rund 50 Einsatzkräfte gänzlich. 

Als hartnäckig erwiesen sich Hitze und Flammen im Verlauf der Nacht angesichts des Wellblechdaches: Mühsam mussten Trupps aus dem Korb der Drehleiter mit Einreißhaken die einzelnen Blechelemente entfernen, um Glutnester freizulegen bzw. freien "Schuss" zum Nachlöschen zu haben. Dazu rissen sie unter anderem die zur Straße hin ragende Gaube komplett nieder. Einsatzleiter und Wehrführer Berthold Braun orderte den Gerätewagen Logistik aus Eichen zur Materialsicherung im Bereich Atemschutz (Geräte und Ersatzkleidung) nach. Weit nach Mitternacht kam schließlich das Druckluftschaumgerät "Oneseven" der Löschgruppe Krombach zum Einsatz: Mit Hilfe dieser Technik legte die Feuerwehr wiederum über die Drehleiter einen Schaumteppich auf die Trümmer des kompletten Dachstuhls, um restliche Glutnester zu ersticken. Diese Aktion war um 3 Uhr am Donnerstagmorgen beendet, anschließend erfolgte der Rückbau. 

Erstmals zum weiteren Nachlöschen musste die Löschgruppe Osthelden um 6.30 Uhr erneut ausrücken. Eine weitere Alarmierung zum gleichen Brandobjekt erfolgte am Donnerstagmittag um 12.45 Uhr ebenfalls für die Löschgruppe Osthelden wie für die Kreuztaler Drehleiter. Die vor Ort ermittelnde Kripo hatte um weitere Nachlöscharbeiten gebeten. 

Bekannt ist das Brandobjekt als Unterkunft für eine oft wechselnde Bewohnerschaft oft rumänischer Herkunft im Obergeschoss, während im Erdgeschoss seit Jahren eine deutsche Frau mit ihrer Tochter samt Hund lebt. bjö 


Bilder

Beim Einreißen der Gaube.
Die niedergerissene Gaube im Eingangsbereich des Hauses.
Wehrführer Berthold Braun beim Presseinterview.
Coronabedingt schlechten Durchblick: Maschinistin Anke Klünder kämpft mit den Tücken der Maskenpflicht.
Der Einsatzleitwagen auf der Hauptstraße mit Christian Heß und Jens-Volker Hein.
Die Druckluftschaum-Anlage der Löschgruppe Krombach kam zum Einsatz, um einen Schaumteppich über die Dachstuhlruine zu legen.