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Leistungsspange Stadion Stählerwiese
08.06.2019

„Ab jetzt benehmt ihr euch“, rief Cedric Müller seiner Mannschaft zu, als sie sich ins Blickfeld der Wertungsrichter begab, um die nächste Disziplin zu absolvieren. Es war keine Bitte, sondern ein Befehl, denn Cedric war in diesem Moment der Chef, nämlich der Gruppenführer der Kreuztaler Jugendfeuerwehrgruppe. Und die gab ohnehin am Samstag im Stadion Stählerwiese ihr Bestes – wie 15 weitere Gruppen, die zum Erreichen der Leistungsspange teilweise von weit angereist waren. Die Kreuztaler Jugendfeuerwehr hatte sich anlässlich ihres 40-jährigen Bestehens erfolgreich um die Ausrichtung eines von landesweit acht Abnahmeterminen zum Erwerb der höchsten Auszeichnung innerhalb einer Jugendfeuerwehrkarriere beworben. Klar, dass Kreuztal auch mit einer eigenen Gruppe antrat. Die Jugendfeuerwehr Hilchenbach kam mit zwei Gruppen, die Jugendfeuerwehr Eiserfeld war die vierte Mannschaft aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein. Und nein: Es war kein Wettkampf, den die Jugendlichen untereinander austrugen, es gab keine Sieger und Verlierer, aber dennoch Gewinner: Alle Mädchen und Jungen, die angetreten waren, ihr Können sportlich und feuerwehrspezifisch unter Beweis zu stellen, erhielten am Samstagnachmittag das begehrte Abzeichen aus den Händen von Honoratioren – darunter Landrat Andreas Müller, Kreuztals stellvertretender Bürgermeisterin Elfrun Bernshausen und Landesjugendfeuerwehrwart Ralf Thier. Dessen Lob an das rund 50-köpfige Helferteam aus den Reihen der Kreuztaler Jugend- und Stadtfeuerwehr fiel am Ende aus: „Aus meiner Sicht hat das vom Gelände her und von dem, was die Feuerwehr Kreuztal geleistet hat, super gepasst“, so der landesweit ranghöchste Vertreter der Jugendfeuerwehr in NRW. Und Kreuztals Stadtjugendfeuerwehrwart, der trotz defekten Knies und auf Krücken unterwegs seine Helfer im Griff hatte, sparte wiederum nicht mit Lob an über 200 Jugendliche, die alles gegeben hatten: „Ich sehe viele erschöpfte Gesichter, aber auch glückliche Gesichter. Das habt ihr toll gemacht.“

Hinter ihnen lagen zu diesem Zeitpunkt die Strapazen von fünf Disziplinen: Kugelstoßen, Staffellauf, das Beantworten von Fragen rund um Feuerwehr und Allgemeinwissen, eine Schnelligkeitsübung mit einer zu verlegenden Schlauchleitung und die Übung eines Löschangriffs mit drei Rohren und einer festen Aufgabenverteilung innerhalb der neunköpfigen Gruppe. Jeder Handgriff, jeder Befehl, jede Interaktion ging in das Urteil der Wertungsrichter mit ein, unter denen sich auch – anlassgemäß – mehrere ehemalige Kreuztaler Stadtjugendfeuerwehrwarte befanden. So wie Wolfgang Viereck: Der 66-jährige hatte die Kreuztaler Jugendfeuerwehr in den 80er-Jahren geleitet, sah aber im Stadion Stählerwiese nun die gleichen gelebten Werte im Kreise der Mannschaften wie vor 30 Jahren: „Für das spätere Leben ist diese Arbeit in der Jugendfeuerwehr nach wie vor der richtige Weg, um den Jugendlichen den Wert von Disziplin und zugleich freundlichem Miteinander aufzuzeigen.“ Dabei gehe es nicht um willenlose Vollstrecker, sondern um das Training, im späteren Ernstfall im Team verlässlich und damit unter Umständen lebensrettend mitzuwirken. Kreuztals Feuerwehrchef Berthold Braun bestätigte diesen Eindruck:  „Einfach sehenswert, wie die Mädchen und Jungen aufgetreten sind.“ bjö


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